Gedicht – Der Weg des Lebens

Wenn der Weg des Lebens andere Wege geht als man selbst,
kann einem, dann nicht die Kreuzung der Entscheidungen,
als die Farbenpracht des Frühlings begegnen?

Ist der Mut, den wir aufbringen, um unsere Wünsche zu erfüllen,
nicht manchmal ein Hoffnungsvolleres Denken,
als Taten, in der Realität, den Weg in eine bessere Straße finden?

Das unregelmäßige Muster, der fallenden Schneeflocken im Winter,
zeigt es uns nicht manchmal, wie viele Fehler wir gemacht haben,
im Muster der richtigen Entscheidungen?

Das Rauschen der Wellen am sommerlichen Strand,
ist ein Schauspiel der Natur, die oft als berechenbar im Dienste
der Wissenschaft den Sinn des Lebens erklären soll.

Sind es nicht eher die Fehler und die ungleichen Muster,
die uns das Leben erst ermöglichen?

Ein Leben erfüllter Wünsche ist ein Leben ohne Wünsche
und ein ableben ohne Hoffnung. Kann dieses Leben
lebenswert sein und der Tot eine Erfüllung der Aufgabe darstellen?

Sind wir Menschen im Bild des Universums vieleicht der
störende Virus in einem Computersystem, existieren wir
vielleicht nur als störendes Gegenteil zu allen Regelmäßigkeiten?

Wir müssen unsere Wünsche ausbauen, unsere Hoffnungen
stärken und immer darauf achten, die Ziele so Hoch zu stecken,
dass wir nicht mehr und nicht weniger als die Hälfte davon erreichen
können.

Wenn wir dazu in der Lage wären die Ziele komplett zu erreichen,
ist das Leben dann eigentlich weiterhin genährt von Wünschen?

Wenn alles Erreichbare erreicht ist, ist es dann nicht trostlos neue
Ziele zu suchen und wenn man wirklich eines finden sollte, ist es
dann nicht zum verrückt werden wenn man sie nicht mal ansatzweiße
erreichen kann, da man direkt an der Grenze mit dem Kopf an die
Wand gepresst steht?

„Eena – Gates of Eden“ im Musikplayer, einen Bleistift und ein Blatt Papier
auf dem Tisch – Jede Emotion zeichnet ein Bild der zukünftigen
Vergangenheit, der Stift wird sich selbst führen und den Weg zeigen,
in dem das Leben möglich ist.

Die Kante des Papiers, stellvertretend für die Grenzen im Leben,
die angespitzte Bleistift-Miene als Zeitleiste des Alters und die möglichen
Muster und Kurven als höhen und tiefen im Leben. Solange die
Miene des Stiftes nicht Bricht oder abgenutzt ist, werden die gezogenen
Linien einander kreuzen und die Entscheidungen in welcher Richtung
der Stift die Linie des Lebens weiter zeichnet zeigt die Komplexität der
getroffenen Entscheidungen.

Ein Leben in dem jeder Wunsch erfüllt wird, gleicht also einem Muster,
bei dem die gezogene Linie zu keiner Zeit sich selbst an anderer
Stelle kreuzt, solange bis die Stift-Miene aufgebraucht ist. Ist das wirklich
ein Muster, das uns gefällt? Alleine das Zeichnen dieser Lebenslinie
erklingt nach einiger Zeit als langweiliges Gehetze!

Autor: dejavu-design

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