Die Frage zur Todesstrafe

Kein Übel ist so groß als die Verantwortung für den Tod eines Menschen zu tragen, aus welcher Richtung es auch immer kommen möge. Was kann es deshalb sein das die Todesstrafe gegen einen Menschen überhaupt gerechtfertigt, wenn ein vom Staat eingesetztes Gericht zwar beweiskräftig die Schuld gegenüber dem Beschuldigtem erkennt, aber nicht absolut alle Faktoren erkannte die zur Straftat geführt haben könnten die dieses Strafmaas nahelegt?

Natürlich gibt es gewissenhafte Richter und Staatsanwälte die dafür vereidigt und geschult werden, nach bestem Gewissen und Wissen, nach allen Grundsätzen der Logik und der vorhandenen Gesetze, entsprechend Ihr Urteil fällen müssen. Doch ist das größtmögliche Strafmaas das es gibt, nämlich das der Todesstrafe, nicht ein Unrecht das Sie begehen am Leben dessen dem Sie eine entsprechende Schuld vorwerfen und damit Ihre staatlich systematische Erhabenheit zur Schau stellen? Der Hauptgrund ist es das die Autorität und die Macht eines Staates offenkundig dargestellt wird, um sich Respekt zu verschaffen in einer Weise der Abschreckung gegen das Übertreten von den vom Staat etablierten Gesetze, mal abgesehen von der Schwere des Vergehens gegen eine entsprechende Richtlinie oder Gesetz.

Es ist gegenwärtig Tatsache das es nahezu auf jedem Kontinent von Land zu Land für jede erdenkliche Tat ein entsprechendes Strafmaas gibt, welches mit dem Tode geahndet werden kann. Natürlich gibt es auch Staaten die die Todesstrafe nicht ausführen, doch in mancherlei Ländern wird sogar die Steuerhinterziehung oder Ehebruch mit dem Tode bestraft. Die Grenzen und Höhe des Vergehens sind in manchen Staaten frei definiert und werden offen mit der Todesstrafe geahndet, ohne das in vielerlei Hinsicht die Staatliche oder manchmal darin zu findende religiöse Gesetzgebung in Frage gestellt wird.

Ein entsprechendes staatliches System das die Todesstrafe als Strafmaas gesetzlich entsprechend festlegt, führt somit für sich das Monopol den Tod eines Menschen aufgrund seines Vergehens herbeiführen zu dürfen. In einigen Fällen bestimmter Systeme, wo das Strafmaas der Todesstrafe im Raume steht, gibt es nicht nur die Möglichkeit durch entsprechende Anwälte diese Strafe abzuwenden, sondern die Gesetzesflut eines bestimmten Landes es ermöglicht das sogenannte Schlupflöcher dafür entstehen, so das entsprechend angezeigte, eingesperrte oder zur Verhandlung offen stehende Personen letzten Endes freigesprochen werden können, seien sie nun in Wirklichkeit schuldig oder nicht. Diejenigen die sich entweder in der Gesetzeslage nicht auskennen oder sich keine teuren Anwälte leisten können oder in manchen Systemen angezeigten Personen sogar solche verwehrt werden, haben bei den Verhandlungen relativ geringe Chancen frei gesprochen zu werden, seien Sie eventuell auch noch so unschuldig. In diesem Fall ist das Rechtssystem so rückständig und manipuliert, so das sobald die Frage eines Vergehens im Raume steht von vorne herein die Schuldfrage geklärt ist, indem schuldiggesprochen wird, da man ja der Meinung ist das diese Person oder Gruppe nicht umsonst verdächtigt wird eine entsprechende Tat begangen zu haben.

In jedem Fall ist jegliche Frage um die Todesstrafe damit geklärt, ob diese in irgend einer weise gerechtfertigt werden kann, in dem sich entsprechende Personen diese Frage selber stellen, die diese befürworten oder gar selbst diese ausführen lassen in der Position einer politischen Person, ob Sie denn das Strafmaas genauso für sich akzeptieren würden, sei es aus irgendwelchen Gründen auch immer, sollten Sie selber in eine solche Lage kommen beschuldigt zu werden. Natürlich, würde dieser oder jene behaupten, ja bestimmt, bis diese reelle Situation solche einholt, denn dann würden bei solchen nicht nur beginnen vor Angst die Zähne zu klappern, sondern auch die Gewissheit, das Sie nicht gerne sterben wollen durch die Hand anderer und letztendlich die Erkenntnis erlangen das Sie das Recht haben sollten in der Möglichkeit sich zu bessern, die einer Wiedergutmachung oder sei es auch nur die wahre Reue zu erlangen eventuelles Unrecht getan zu haben. Wahre Größe und Menschlichkeit beweist man damit, indem man nicht ein Vergehen oder Schuld eines Menschen oder Gruppierung unbedingt mit entsprechend gleichem Strafmaas aufrechnet, sondern der Schuld des Anderen die Möglichkeit gibt der Besserung und der Einsicht, zum Wohle und zur Lehre der gesamten menschlichen Gesellschaft, denn wer letztenendes versteht, der kann auch besser verzeihen.

Autor: McTexter