Lebensstandard
1. Vorwort
Der Lebensstandard unterliegt einem ständigen Wandel. So war er beispielsweise vor 50 Jahren noch ein ganz anderer als heute. Gründe für diesen Wandel gibt es zahlreiche. Zum einen entwickeln sich die Gesellschaft und die Technologie ständig weiter und zum anderen können Faktoren wie Krieg den Lebensstandard verändern bzw. senken.
So ist auch der Lebensstandard global nicht einheitlich. In dritte Welt Ländern herrscht ein anderer Lebensstandard vor als zum Beispiel in Deutschland.
1.1 Definition
Unter Lebensstandard versteht man im Großen und Ganzen die Gesamtheit der Sachgüter und Dienstleistungen, gewogen an Vielfalt, Qualität und Menge, die durch die verfügbaren Einkommen gekauft bzw. in Anspruch genommen werden können. Eine wichtige Rolle hierbei spielen die finanziellen Mittel, die man zur Verfügung hat und deren Kaufkraft.
Sie beschreibt also den materiellen Wohlstand, der meist im Vergleich zu anderen Personen steht. Darin wird das Niveau der Arbeits- und Lebensbedingungen der Bevölkerung mit einbezogen. Freizeit, soziale Sicherheit, Infrastruktur und Umwelterhaltung sind ebenso Faktoren, die in den Lebensstandard mit hineingehören. In den Menschenrechten wird beschrieben, dass jeder Mensch, dass Recht auf einen gewissen Lebensstandard hat. Dieses umfasst beispielsweise Kleidung, eine ärztliche Versorgung und Nahrung. Menschen, die diesen Lebensstandard allein nicht erwirtschaften können werden finanziell von staatlichen Institutionen unterstützt.
So kann man fast sagen, dass er festlegt, in wie weit die Lebensbedürfnisse befriedigt werden können.
1.2 Beispiel
Heutzutage werden Maßnahmen getroffen, um den Lebensstandard zu erhalten, wie zum Beispiel die Sozialversicherung, die dafür sorgt, dass man im Alter abgesichert ist.
Einige Faktoren, beispielsweise Arbeitslosigkeit lassen den Lebensstandard sinken oder beeinträchtigen ihn.
2. Lebensstandard im Wandel der Zeit
Während früher die Menschen Hungern mussten, ist das soziale Netz heute so gestrickt, dass jeder Mensch genügend Essen hat. Wer sich die teure Nahrung aus dem Supermarkt nicht leisten kann, hat andere Möglichkeiten. Er kann zum Beispiel zur Tafel gehen, die es in jeder größeren Stadt gibt. Hier bekommt er Lebensmittel, zu einem sehr günstigen Preis.
Ebenso konnten sich einst nur der Wohlstand Güter, wie beispielsweise einen Fernseher oder ein Auto, leisten. Heute zählen diese zu einem normalen Equipment eines jeden Haushaltes.
Hinzu kommen ebenso die verschiedenen Versicherungen, die zur Absicherung dienen und zu einem „guten“ Lebensstandard zählen.
Früher wurden andere Dinge als wichtig erachtet, so war man mit genug zu Essen, einer Wohnung und einer Arbeit zufrieden. Wobei dies heute zu den Grundbedürfnissen gehört und viele andere Güter/ Dienstleistungen als ebenso wichtig erachtet wird. Eine Waschmaschine war damals Luxus und wird heute zum Standard gezählt.
3. Lebensstandard in Deutschland
Von Region zu Region, können die Faktoren und ihre Wichtigkeit für die Menschen unterschiedlich sein. In Deutschland ist festzustellen, dass der Lebensstandard zwischen Ost und West auseinander driftet. So besitzen die Haushalte in Westdeutschland mehr Güter, wie Fernseher, Waschmaschine oder Auto, als es im Osten der Fall ist. Ebenso können Ostdeutsche, laut Statistiken, weniger oder weniger oft Dienstleistungen in Anspruch nehmen, zu denen zum Beispiel der Restaurantbesuch oder die private Altersvorsorge gehören. Die Liste dieser Unterschiede schreitet noch weiter fort und so gibt es auch Differenzen was die Geschirrspülernutzung angeht. Dabei ist aber noch die Frage zu stellen, ob dieser Unterschied rein durch das nicht vorhanden sein finanzieller Mittel besteht. Verschiedene Befragungen zeigen auf, dass in den östlichen Regionen oftmals auch kein Bedarf für verschiedene Güter oder Dienstleistungen besteht. Ausgaben, die zusätzlich und ständig getätigt werden müssen, wie bei privaten Altersvorsorgen oder Krankenversicherungen, werden von den Ostdeutschen weniger genutzt. Dies hat den Grund, dass dafür nicht genügend finanzielle Mittel vorhanden sind.
Jeder Deutsche hat jedoch andere Vorstellung von einem „guten“ Lebensstandard. So ist es, dass verschiedene Güter oder Dienstleistungen eine unterschiedliche Wichtigkeit für den Einzelnen besitzen. Bedingt ist diese Einschätzung von wichtigen oder unwichtigen Gütern beispielsweise durch die Familienformen oder den Generationen. Jugendliche erachten den PC daher als fast unentbehrlich, wobei die älteren Menschen auch gut darauf verzichten könnten.
4. Fazit
Noch vor nicht einmal einem Jahrhundert wurden andere Güter bzw. Dienstleistungen zum Lebensstandard hinzugezählt oder besaßen eine größere Priorität als heute. Das soziale Netz hat sich im Laufe der Zeit zunehmend verbessert und der Lebensstandard ist gestiegen. Was dabei von Einzelnen als wichtig erachtet wird, hängt nicht nur vom Geldbeutel ab, sondern auch von der Familienstruktur und dem Alter, wobei noch andere Faktoren mit einfließen. Zwischen Ost und West existieren zwar Unterschiede, aber dies hat nicht nur finanzielle Gründe. Die Löhne in Ostdeutschland sind zwar niedriger, jedoch bedeutet dies nicht gleich schlechtere Lebensbedingungen. Wobei die soziale Sicherung Unterschiede aufweist, da bei den im Osten lebenden Menschen die finanziellen Möglichkeiten eingeschränkt sind.
Jedoch muss, meiner Meinung nach“, jeder Mensch für sich entscheiden, was zu einem für ihn angemessenem Lebensstandard zählt.
Autor: LilianSue