Lebensversicherung
Die Lebensversicherung gilt in deutschen Haushalten seit jeher als etablierte und klassische Form der Altersvorsorge – ihre Einzahlung ist kalkulierbar, ihre Auszahlung ebenfalls, und das Risiko ist überschaubar. Damit wird die kapitalbildende Lebensversicherung zur idealen Beimischung in jedem soliden Portfolio für die private Altersvorsorge. Auch im Todesfall des Versicherten zahlt sie. Daneben gibt es die Risiko-Lebensversicherung. Sie leistet nur im Todesfall, ist jedoch preisgünstiger.
Eine Kapitallebensversicherung hat durch die Anlagevorschriften der Versicherer regelmäßig nur eine geringe Rendite. Das gilt besonders, wenn es sich um eine klassische Kapitallebensversicherung handelt, die nicht in Fonds investieren darf. In diesem Fall setzt sich die Rendite aus der garantierten Verzinsung der Gesellschaft und den erwirtschafteten Gewinn- und Überschussanteilen zusammen. Sie sind in der Regel aber so gering, dass die Gefahr besteht, dass die anfallenden Abschluss- und Verwaltungskosten für die Versicherung höher sind als die Rendite. Kommt dann noch die Inflation hinzu, besteht durch den langen Anlagezeitraum über meist 20 bis 30 Jahre die große Gefahr, dass der Versicherte mehr einbezahlt als er am Ende ausgezahlt bekommt.
Eine Kapitallebensversicherung muss also in der klassischen Variante immer sorgfältig auf ihre Rendite hin untersucht werden und sollte im Zweifelsfall optimiert werden, wenn sie sich als kostenträchtige und wenig gewinnbringende Variante entwickelt. Dies gilt ganz besonders, wenn der Garantiezins für Neuverträge ab Januar 2012 auf nur noch 1,75 Prozent sinkt. In jedem Fall sollte man einen Tarifvergleich vornehmen, um das optimale Angebot finden zu können.