Psychische Stabilität bewahren

Es gibt Menschen, die können auch noch so schwere Schicksalsschläge nicht so leicht aus der „Bahn“ werfen. Wir allen wissen zwar, dass Schicksalsschläge zum Leben eines Menschen gehören, doch darauf vorbereitet sind wir in den seltensten Fällen. Wir haben keinen Plan B vorbereitet, den wir in diesen schwierigen Situationen aus der Tasche ziehen könnten.
Nicht wenige Menschen verlieren deshalb die Balance oder benötigen zumindest viele Monate, um ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Die andere Menschengruppe nimmt das Schicksal an und hadert nicht damit, sie versucht die aufkommenden negativen Gefühle zu verdrängen oder aber schnell zu verarbeiten. Starke Menschen verlieren beispielsweise nicht den Mut, wenn sie ihre Arbeit verlieren, eine Trennung von einem Partner oder Tod eines Kindes bewältigen müssen und selbst eine überraschend diagnostizierte Krankheit verarbeiten müssen. Sie gehören zu einer Menschengruppe, die psychisch robust sind und sich durch nichts entmutigen lassen.

Wenn diese positive Eigenschaft der Vergangenheits- und Schicksalsverarbeitung im Menschen vorhanden ist, spricht die Fachwelt von „Resilienz“. Wie Forschungen zeigen, besitzen wir Menschen eine unterschiedliche Voraussetzung für die Ausprägung von Resilienz. Positive Ermunterungen und Zuspruch benötigt man also zusätzlich zu den entsprechenden Genen, um ein positives Selbstbild von sich persönlich zu gewinnen.

Wer in einer bestimmten Lebensphase eine Krise durchlebt, sollte negative Gedanken durch positive ersetzen und sich selbst Zuversicht zusprechen. Gute Beziehungen zu Freunden, Familienmitgliedern oder anderen Menschen sind gerade in dieser Zeit wichtig. Sie stärken das Selbstwertgefühl und unterstützen den Verarbeitungsprozess. Soziales Engagement und spirituelle Einflüsse puffern Krisen besser ab.

Auch wenn es sich „fremd“ anhört, aber das Leben geht auch nach einem Schicksalsschlag weiter und allein schon deshalb sollten wir Menschen die Zukunft nicht aus den Augen verlieren.